Donnerstag, 28. Januar 2016

Momentpoesie & Buchgedanken

Graue Wolken, feiner Regen.
Die Straßen sind leer,
versteckt hat sich das Leben.

Ein kleiner Junge,
er sitzt am Fenster.
Zählt die Tropfen, schiebt sie an,
bewegt sie mit klopfen.

Es wird heller.
Die Sonne bricht sich im Wasser,
malt Regenbögen in seine Augen.
Er lächelt.
Springt auf, läuft hinaus.

Draussen springt er in Pfützen,
wird nasser und nasser,
läuft immer schneller.
 Sein Lachen hallt durch leere Straßen.
 Baut sich eine Welt aus Dingen, 
die andere vergaßen.





Huhu. Bin gerade ein wenig in den Regen versunken gewesen, der den ganzen Tag in unterschiedlichen Abständen ans Fenster prasselt. 
Tatsächlich lief ein kleiner Junge am Fenster vorbei, in kleinen gelbgrünen Gummistiefeln. Er spielte mit einem kleinen Ding, keine Ahnung was es war, aber er schien glücklich. Seine Mutter lief hinter ihm her. 

Es war ein wunderschöner kurzer Moment normalität. 
Kurz nachdem die beiden um die Ecke verschwanden, hatte mich der Alltag wieder, ich musste mich auf den Vortrag konzentrieren, welchen wir nächste Woche präsentieren sollen..


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Mittlerweile ist er fertig & ich lese in meinem Buch. Es heißt "Das wirst du bereuen" & handelt von 2 Mädchen, welche angeklagt wurden. Sie sollen ihre Mitschülerin mit Mobbing in den Selbstmord getrieben haben. 
Während Brielle alles leicht nimmt, sich versteckt & alles ihre Eltern klären lässt, muss sich Sara täglich mit den Menschen auseinandeer setzen, die an ihre Schuld glauben. Sie kämkpft darum, dass alle anderen endlich begreifen, dass Emma die Mobbereien provoziert hätte und alles nicht so gemeint war, wie es hingestellt wird. Sie hätte zwar einige heftige Dinge getan, die ihr aber nicht Leid tun, schließlich hat sie ihren Freund an Emma verloren. Nach & nach wird das vergangene Jahr erklärt, was wer getan hat & wie alles schließlich zur Katastrophe kam.

Das Buch bringt mich jedes Mal zum nachdenken.Ich verstehe Sara, sie wurde betrogen & verlor ihren Freund an das Mädchen, das in der Schule neu war & noch vor den Winterferien mehrere Jungs hatte.
Ich verstehe sie, dass sie verletzt war. Natürlich rechtfertigt das in keinster Weise was sie getan, gesagt & geschrieben hat.

Ich verstehe auch Emma. Jahrelang wurde ich ebenfalls gemobbt.

Das Buch zeigt sehr gut diesen Spalt zwischen Opfer & Täter
Emma war keine Heilige. Sie hat es tatsächlich zu weit getrieben, indem sie sich an die Freunde anderer Mädchen ran machte. 
Sie wechselte viele Schulen, aber niemand erkannte so richtig, dass sie im Grunde nur allein war & einfach nur akzeptiert werden wollte. Es war der falsche Weg, ja. Als sie tot war, hat niemand mehr hinterfragt was sie tat. Sie war nur noch das arme Opfer, dass nicht mehr konnte, Sara, Brielle & die anderen die Monster, die Schuld waren.

Es wird sehr anschaulich beschrieben, in welcher Gefühlswelt Sara steckt, wie sie leidet, aber auch ihre "Miststück" Phase.
Beide Seiten werden gezeigt, sowie diese Ironie, wenn Mobber gemobbt werden. 

Das Buch ist nur aus einem Grund gut: Weil es tatsächlich eine echte Begebenheit sein kann!
Mobbing geschieht täglich. Man muss nur lernen  die Augen zu öffnen.


Tut mir Leid, dass der Eintrag einer der Ernsteren war
Aber diese Gedanken mussten einfach raus.

Einen wunderschönen Donnerstag <3
 Jasi

          
 



Kommentare:

  1. Das ist ein sehr tiefsinniger Post. Ich mag den Part an den du von dem kleinen Jungen erzählst. Ziemlich süß :)

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